Acting – außer sich sein

SUSANNE VALERIE GRANZER (AT)

Im Rahmen der Redereihe des Tanzquartiers Wien
NICHTSTUN
Ein faules Konzept einer Redereihe

13. Dez. 2013 – 18.00 h TQW / Studios.

Tq_final

Das kreative Ereignis von acting kann eine Wunde in der AkteurIn virulent werden lassen, die sich im Menschen inkarniert hat. Sie ist ein Areal menschlicher Existenz, in dem wir in die Instabilität eines Dazwischen katapultieren: In die Unentscheidbarkeit zwischen Macht und Ohnmacht, zwischen Tun und Nichts-Tun, zwischen Handeln und Nicht-Handeln. Die paradox simultane Relation von agens und patiens provoziert den Verlust der Gewissheit, autonomes Subjekt der eigenen Handlungen zu sein. Im Pathos dieser Erfahrung widerfährt den AkteurInnen eine Art „anthropologischer Mutation“ (Agamben), die eine Passage zwischen Leben und Tod öffnet, in der wir nichts anderes mehr tun können, als uns ihr anheimzugeben.